wandern


Wandern auf Suduroy 

Es ist einfach, Suðuroy auf eigene Faust zu erkunden, da es verhältnismäßig leicht ist, überall auf der Insel hinzugelangen, wenn man nur die drei wichtigsten Regeln beachtet, die für Ausflüge in der Natur auf den ganzen Färöern gelten:

 Vergiss nicht zu sagen, dass du auf Wanderung gehst und wohin.

 Kleide dich dem Wetter entsprechend, denke daran, dass es wechselhaft ist. Ziehe eine rote oder gelbe Regenjacke an, damit die Rettungsmannschaft dich besser sehen kann. Nimm auch  Trillerpfeife und ein Mobiltelefon mit (Mobiltelefone senden nicht überall).

 Halte einen Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern zum Abgrund. Achte auf Wind und Wetter, besonders auf Nebel. Wenn du die Orientierung verloren hast, warte, bis der Nebel sich lichtet. Achte auf lose Steine und steile Felsvorsprünge, besonders wenn ihr zu mehreren seid. Wähle immer den leichtesten Auf- und Abstieg.

Halte dich an die Schafs- und Wanderpfade, wenn es möglich ist. Beteilige dich an der Instandhaltung der „Steinmänner“.

Geh nicht über kultivierte Grasflächen in der Innenmark. Denke daran, hinter dir Tore und Gatter zu schließen. Lass Vögel und Pflanzen in Frieden. Hinterlasse keinen Abfall. Hunde dürfen nicht ins Gebirge mitgenommen werden.

 

 Wandervorschläge und Ortsbeschreibungen

Akraberg, 3 km südöstlich von Sumba       Karte 501  Sumba

Fahre mit dem Auto zu dem kleinen Parkplatz bei der Wetterstation in der Nähe des Leuchtturms.

Um 21 Uhr kann man im Sommer die Papageientaucher beobachten, wenn sie vom Meer zurückkommen und die Schnäbel voll kleiner Fische haben.

Auf der Südspitze von Suðuroy steht der 14 m hohe, weiße Leuchtturm, der 1909 errichtet wurde. Der Leuchtturm wird heute automatisch betrieben, und die Häuser sind nicht bewohnt. Die zu den Häusern führende Straße ist mit Tor und Vorhänge-schloss verschlossen. Wer nicht mehrere Schafszäune überklettern möchte, kann von  dem kleinen asphaltierten Parkplatz (hinter dem Parkplatz ein Steilhang!) rechts an den  Schafsgattern vorbei in südwestlicher Richtung zum Leuchtturm gehen. Dabei muss man sehr vorsichtig sein, denn dieser Fußpfad führt unmittelbar an der Steilküste entlang. Man folgt dann dem niedrigen Stahlseil (dem Rettungsseil des Leuchtturmwärters bei Orkanwetter) in südlicher Richtung zum Leuchtturm.

Wenn der Leuchtturmwärter sich dort aufhält, ist er immer gerne bereit, zu erzählen und umherzuführen. Schau dir auch das große Nebelhorn unterhalb des Leuchtturms

an! Weiter südlich kann man auf den Färöern nicht gelangen, wenn man von den unbewohnten Flesjarnar-Holmen draußen im Meer absieht.

Die Südspitze ist ideal für eine Rast, wenn die Sonne scheint und Windstille herrscht Dann kann man sogar ein Sonnenbad nehmen. Im Herbst kann man südlich des Leuchtturms Champignons sammeln.

Die südliche Lage und der Einfluss des Golfstroms machen den Ort bei ruhigem und sonnigem Wetter zu einem der wärmsten Orte auf den Färöern.

Bei stürmischem Wetter ist es ein Erlebnis, die Naturkräfte von diesem südlichsten Punkt aus zu betrachten. Dann bleibt man am besten im Wagen. Bei Orkan ist es zu gefährlich, dort hinaus zu fahren. Bleib zu Hause in den soliden färöischen Häusern. Zum Glück sind Orkane auf den Färöern relativ selten.

Die irischen Mönche und die Friesen auf Akraberg

Man hat auf der Ostseite von Akraberg Reste von hochliegenden Äckern gefunden, die von irischen Mönchen (Einsiedlern) stammen, die um 625 über die Shetlandinseln in ihren Fellbooten kamen und sich vor allem auf Suðuroy ansiedelten. Der Chronist Adam von Bremen berichtet, dass Friesen, die nach Island unterwegs waren, an einer Küste mit  starker Strömung strandeten (um 1040) und sich dort niederließen. Der Bericht kann die historische Wahrheit über die Friesen enthalten, die sich am Akraberg ansiedelten, wo starke Strömung herrscht, und wo sie die Äcker übernehmen konnten, welche die irischen Mönche seinerzeit bearbeitet hatten. Die Friesen, die auf Akraberg wohnten, waren  die einzigen Heiden des Landes, bis der Schwarze Tod im Jahre 1350 zwölf ihrer dreizehn Häuser verfallen ließ. Die einzigen Überlebenden, ein Bauer und seine zwei Söhne, zogen nach Sumba, wo sie sich mit dreien der überlebenden Frauen verheirateten. Eine andere Sage erzählt, dass die Friesen Seeräuber gewesen seien. Östlich des Leuchtturms kann man an den steilen Abhängen noch immer Spuren der hochgelegenen Äcker sehen, welche die irischen Mönche kultiviert haben. Die meisten der Feldflächen hat das Meer im Laufe der Zeit fortgerissen. Mit etwas Vorsicht kann man auf den steilen Schafspfaden in nördlicher Richtung gehen.

                                      Wanderung nördlich von Akraberg       Karte 501   Sumba

Parke an dem Hof nördlich des Antennenmastes am Akraberg. Gehe in nordöstlicher Richtung und folge den Schafspfaden in dem tiefer gelegenen Gelände parallel zur Küste ca. 1 km in nördlicher Richtung. Die Umgebung ist voll riesiger Steine, die mit weißem Moos bewachsen sind. Achte auf die alten hohen Steinmauern und auf die Wetterschutzwälle für die Schafe (vielleicht ursprünglich von den Friesen erbaut, um dort Kühe zu halten). Gönne dir evtl. eine Frühstückspause hinter einer Steinmauer, gut geschützt gegen  Wind und Wetter. Westlich der hohen Steinmauern findet man den leichtesten Aufstiegsweg und geht auf der Anhöhe wieder in südlicher Richtung zum Hof.

Wenn man den ganzen Tag wandern will, empfehle ich, dem Höhenzug vom Akraberg bis nach Víkarbyrgi, parallel zur Ostküste, zu folgen. Eine sehr schöne Wanderung von ca. 5 km. Von Víkarbyrgi führt eine asphaltierte Straße nach Vágur hinunter.

                                                                                         Sumba, 400 Einwohner

http://de.wikipedia.org/wiki/Sumba_%28F%C3%A4r%C3%B6er%29           http://www.faroeislands.dk/pages/SumbaIndex.htm

http://www.psp-info.dk/faroe/SUMBA.HTM  

http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Beinisvord%2C_westcoast_of_suduroy%2C_faroe_islands.JPG

Liegt an der Südwestküste zum  offenen Meer hin gelegen und durch den Sumbiarholm geschützt. Die vielen Vögel des Holms sorgen dafür, dass die Schafe, die während des Sommers dort weiden, das beste Gras und damit hervorragende Fleischqualität haben.

Zum Kirchspiel gehören  auch die Ortschaften Lopra, Akrar und Víkarbyrgi. Die Nordgrenze des Kirchspiels Sumba ist der südliche Teil des Vágs- und Lopransfjords. Von Lopra sind es nur 800 m. bis zur Westküste. Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung lassen sich bis ungefähr 625 n. Chr. zurückverfolgen, als dort, genau wie am Akraberg, irische Mönche siedelten.

Ein Ortsname wie „Hörg in Sumba“ deutet darauf hin, dass Sumba während der allerersten Zeit der Landnahme um 800 n. Chr. besiedelt worden ist. Der Name der Ortschaft Sumba (Südliche Bucht) deutet darauf hin, dass sich in Sumba einer der ersten Großbauernhöfe befand, ohne dass dies in  den späteren  Sagen erwähnt wird. Die Kirche wurde 1887 errichtet. 

Sumba ist bekannt für seine eigenen, kraftvoll gesungenen, Kettentänze, mit Balladen, Melodien und Tanzschritten, die man sonst nirgends auf den Färöern findet. 1977 gewann die Tanzvereinigung von Sumba den „Europapreis für Volkskunst“. Nach alter Tradition marschiert am Fastnachtsmontag ein uniformiertes Blasorchester mit lautstarker Musik durch den Ort.

Gehe zum Hafen hinunter und beobachte die hohen Wellen und die Brandung. Halte Abstand. Bei stürmischem Wetter kann es gefährlich sein, zu nahe heranzugehen. Im Sommer kann man oft Seehunde im Hafenbecken spielen sehen. Bei Weststurm ist es ein Erlebnis, von Vágur durch den  Tunnel nach Sumba zu fahren und aus dem Wagen die Brandung zu beobachten. Empfehlenswert ist auch, von Sumba aus den Sonnenuntergang zu beobachten.

Erkundige dich in Sumba, ob die Möglichkeit zu einer Bootsfahrt auf eigenes Risiko zu den Vogelfelsen besteht. Bei klarem und ruhigem Wetter ist das ein Erlebnis, das man nie vergisst.

 

                                      Von Sumba nach Beinisvørð                                                                             

Erster Vorschlag: Parke am Südausgang des Sumbatunnels und folge den Schafspfaden, in sicherem Abstand vom Abgrund, in nordwestlicher Richtung hinauf nach Beinisvørð.

Im oberen Abschnitt ist der Aufstieg sehr steil, aber trotzdem zu bewältigen. Der Abstieg strapaziert die Gelenke. Die Aussicht vom Gipfel des  Beinisvørð ist großartig, eine der schönsten  auf Suðuroy.

Zweiter Vorschlag: Fahre die Gebirgsstraße Sumba – Lopra, hinauf und parke bei dem Sendemast. Folge den Schafspfaden südlich oder nördlich und halte dich mindestens zwei Meter vom Abgrund entfernt. Beobachte den Gleitflug der Vögel und ihre Landung in den Felswänden. Beobachte, wie der Nebel lautlos vom Meer heraufschwebt. Be-obachte den Sonnenuntergang und die Brandung 300 Meter unterhalb. Nimm dir Zeit, die einzigartige Umgebung von Beinisvørð zu genießen. Am besten bei ruhigem und kla-rem Wetter.

Beinisvørð ist 470 Meter hoch und fällt nach Norden und von dort bis Südwesten und Osten senkrecht ab. Auf dem Gipfel fühlt man sich fast wie auf dem Dach der Welt. Die Aussicht bietet ein  Panorama sondergleichen. Die schroffen Küstenfelsen, die Schluch-ten, Höhlen, Spalten und den Ausblick hinunter auf das Meer vergisst man nie. Gelegentlich kann man beobachten, wie der Seenebel vom Fuß der Felsen langsam wie ein Schleier zwischen den Felsen und Felsspalten hinaufsteigt. Er kann sich in einer der  großen Schluchten sammeln und bis über die Grasnarbe hinaufquellen, wie weißer Rauch, der sich in  der sonnenwarmen Luft ausbreitet und verschwindet oder zu einer einzelnen kleinen weißen Wolke wird, die über die Höhen davontreibt. Es sieht aus wie reine Zauberei.     

 http://www.psp-info.dk/faroe/SUMBA.HTM    http://de.wikipedia.org/wiki/Sumba_%28F%C3%A4r%C3%B6er%29

http://de.wikipedia.org/wiki/Beinisv%C3%B8r%C3%B0

Vom Sendemast bei Beinisvørð führt die Gebirgsstraße nach Norden, mit einer Ab-zweigung auf der rechten Seite hinunter nach Víkarbyrgi.

                                        Víkarbyrgi und Hamrarbyrgi

1834: 13 Einwohner, 1906: 40 Einw., 1970: 22 Einw., 2004: 0 Einw.

An einer Bucht südlich des Vágsfjordes liegen die Ortschaften Víkarbyrgi und Hamrarbyrgi. In einiger Entfernung sieht man den charakteristischen Holm „Baglhólmur“, dessen Namen über das irische Wort „bachall“ auf das lateinische Wort „baculum“ (Bischofsstab) zurückgehen soll. Man nimmt an, dass auf Baglhólmur Kelten gewohnt haben, bevor die Wikinger auf die Färöer kamen. Die Sage berichtet, dass die letzten irischen Mönche sich nach der Ankunft der Wikinger auf der Insel verschanzt hätten, bevor sie in ihren Fellbooten nach Irland zurücksegelten.  

Die beiden Ortschaften, die nur durch den Fluss getrennt sind, wurden 1349 durch den „Schwarzen Tod“ Wüstungen. Die Sage berichtet, dass eine Frau aus Hamrarbyrgi, die man „Sneppan“ nannte, die einzige Überlebende war. Wegen der langen Isolation während der Pest lehnte sie jeden Kontakt mit anderen Menschen ab. Damit sie nicht verhungern musste, ließen Männer aus dem Nachbarort Sumba von einem Felsvorsprung getrocknetes Fleisch zu ihr hinunter. Ein Stück Land in Hamrarbyrgi trägt nach ihr den Namen „Snepputoftin“.

Bevor die Pest im Mittelalter auch auf den Färöern wütete, war die Doppelortschaft einer der größten Orte auf Suðuroy. Sie besaß eine Kirche und einen Kirchhof, deren Reste man heute noch sehen kann. Besonders in der Nähe des Flusses kann man viele Grundmauern und Steinwälle aus dem Mittelalter sehen. Seit dem 19. Jahrhundert war die Ortschaft wieder besiedelt. Um 1830 ließen sich Bewohner in Víkarbyrgi nieder. Einer von ihnen, der Bauer Jógvan Hansen, wohnte dicht unterhalb des „hamar“ (Felsvorsprung). Seit den 80er Jahren des vergangenen  Jahrhunderts wohnte niemand mehr ganzjährig in der Ortschaft. Heute ist Víkarbyrgi nur noch in den Sommermonaten bewohnt.

Die Gegend um Víkarbyrgi wirkt ausgesprochen romantisch. Es lohnt sich, dorthin zu fahren, dort herumzustreifen und die Ruinen zu erkunden.

                  Leichte Wanderung von Víkarbyrgi aus    ca. 2-3 Stunden

Gehe zunächst zum Landeplatz mit der kräftigen Brandung hinunter. Folge den Schafspfaden auf der Südseite des Víkarfjords zur Insel Baglhólmur hin. Je nachdem, welche Wanderrute man wählt, ist das Gelände steil, unmittelbar an der Küste sogar sehr steil. Lege eine Pause ein, beobachte die Schafe, die Vögel, die Brandung und genieße die schöne Aussicht nach Norden hin. Gehe entweder nach Víkarbyrgi zurück oder in westlicher Richtung zur Gebirgsstraße Sumba-Lopra.

Empfehlenswert ist auch eine leichte Wanderung auf dem Höhenrücken nördlich des Víkarfjords. Von dort hat man bei klarem Wetter eine einzigartige Aussicht auf Stóra Dímun und Lítla Dímun und auf die Nordinseln bis nach Svínoy, wenn man Glück mit dem Wetter hat.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%ADkarbyrgi      http://www.psp-info.dk/faroe/vikarbyrgi.htm 

                                                                Lopra

Wurde 1834 gegründet, als Andreas Thomassen mit seinem Haus von Sumba dorthin zog. Lopra war ursprünglich eine Walfangstation. An der Landstraße in Lopra liegt ein großer, asphaltierter Platz. Dort bohrte man in den 80er Jahren erfolglos nach Öl.

Unmittelbar vor dem Sumbatunnel (am Tunnelausgang bei Lopra, in Richtung Sumba gesehen) liegt auf der linken Seite, nur drei Meter von der Landstraße Vágur-Sumba entfernt, eine Quelle mit hervorragender Trinkwasserqualität. Reineres Wasser findet man nirgendwo auf den Färöern. Man kann dort das Quellwasser direkt am Ausfluss des Quellrohres zapfen. Die Quelle entstand durch den Bau des Sumbatunnels.   

 

                                       Leichte Wanderung von Lopra nach Akrar  2 km

Kleiner Spaziergang auf einer geraden, neu asphaltierten Straße.  Gehe hinunter, am Hafen vorbei, und dann  weiter auf der Straße nach Akrar. Auf halbem Wege haben die beiden Orte gemeinsam eine Schule und eine Kirche gebaut. Besichtige auch den  Kirchhof. Akrar sieht mit seinen alten Häusern und dem Bootslandeplatz malerisch aus.

                     Von Lopra durch Lopranseiði an die Westküste, 600 m.                   

Parke direkt in der Linkskurve vor Lopra, bei dem Feldweg (aus Richtung Vágur gesehen).

Gehe durch das Tal in westlicher Richtung bis zum Meer. Wenn man sich auf der südlichen Seite des Tales hält, entlang dem pyramidenartigen Kirviskollur, 235 m, gelangt man an die Westküste. Dort trifft man auf eine Landzunge mit einer tiefen Schlucht. Vorsicht – die Felswände gehen senkrecht hinab! Von dort hat man einen phantastischen Blick auf den „Schärengarten“ und auf den Vogelfelsen Beinisvørd, 320 m.      

Man kann die Wanderung verlängern und am westlichen Talausgang der Küste in südlicher Richtung am Kirviskollur entlang folgen. Dabei sollte man einige Meter Abstand von der Steilküste halten, um nicht  in Gefahr zu geraten, abzustürzen. Unterwegs hat man eine gute Sicht auf die Vogelfelsen und kann die Papageien-taucher beobachten (am besten gegen 21 Uhr, wenn sie vom Meer zurückkehren) und die Seeschwalben (Mai-September).

 http://de.wikipedia.org/wiki/Lopra     http://www.psp-info.dk/faroe/LOPRA.HTM

 

                                                 Wanderung zum Pyramidenberg Kirviskollur  (236 m)

Fahre knapp einen Kilometer auf der Gebirgsstraße Lopra-Sumba entlang dem Kirviskollur hinauf. Suche einen Parkplatz und gehe auf der Ostseite des Berges den leichtesten Weg bis zum Pyramidengipfel. Dieser Weg auf dem Gipfel ist einfacher als der nördliche Aufstieg von Lopranseiði aus. Besonders bei Sonnenuntergang ist es dort oben sehr schön. Ein inspirierender Ort für meditativ Veranlagte. Bei gutem Wetter hat man von dort eine sehr schöne Rundsicht.

 

                                                                        Wanderung nach Skúvanøs (203 m)

Wenn  man aus nördlicher Richtung kommt, führt gleich nach der Shell-Tankstelle in Vágur auf der rechten Straßenseite ein fester Asphaltweg zu den Vogelfelsen von Skúvanøs hinauf. Wenn man diesen Weg, der auf- und abwärts führt, hin und zurück geht, benötigt man mindestens eine Stunde. Man kann ihn auch gut mit dem Auto befahren. Von diesem, nach Süden etwas ansteigendem, Hochplateau aus hat man eine gute Aussicht auf die Senke des Vágseiði und vor allem nach Süden an der Steilküste entlang. Ein etwas längerer Aufenthalt dort lohnt sich. Von der Aussicht her kann sich diese Ortslage fast mit der von Beinisvørð messen. Man kann in südlicher oder nördlicher Richtung an der Steilküste entlang wandern (Vorsicht!), aber zwischen 100 und 200 m weit.                

Während des Zweiten Weltkriegs unterhielten die Engländer dort oben eine Radarstation, deren Reste man noch sehen kann. Die Engländer nannten die Station Skúvanøs. Die Einheimischen nennen jedoch dieses Hochplateau „Eggjarnar“ (Die Kanten).

Von Beinisvørð entlang der Westküste in nördlicher Richtung bis zum Kirviskollur

Fahre von Lopra aus die Gebirgsstraße Lopra-Sumba hinauf. Parke etwas unterhalb des höchsten Punktes der Straße an einer Straßenkehre (scharfe Linkskurve, wenn man bergauf fährt) neben der sogen. „Dronning Margrethes bro“, einer ganz kleinen Holzbrücke über den Straßengraben, die anlässlich des Färöerbesuchs der dänischen Königin Margrethe II gebaut wurde. Dort steht auch ein Warnschild mit dem Symbol eines abstürzenden Menschen, das davor warnt, zu nahe an den Küstenabhang zu gehen.

Gehe entlang der Küste zwei Kilometer in nördlicher Richtung bis zum Kirviskollur und achte auf ausreichenden Abstand von den steil abfallenden Felswänden, wo sich 

teilweise abstürzendes Erdreich befindet.

Geht man dort 500 Meter in östlicher Richtung, stößt man wieder auf die Gebirgsstraße Lopra-Sumba. Gehe auf demselben Weg bis zu „Königin Margrethes Brücke“ zurück und genieße unterwegs die Sicht auf Beinisvørð, auf das Vogelleben und auf die Schären vor der Küste.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Beinisv%C3%B8r%C3%B0

 

                                   Wanderung von Vágur nach Vágseiði 

Gehe auf der Hauptstraße von Vágur in westlicher Richtung, am Sportplatz vorbei, bis zur Westküste. Der Weg bis zur Westküste ist asphaltiert. Man kann bei schlechtem Wetter, vor allem bei Weststurm, auch mit dem Auto bis an die West-küste fahren und die Brandung vom sicheren Auto aus erleben.

Beachte die Reste des alten Bootslandeplatzes und die alten Bootshäuser, die 1984

alle durch einen schweren Orkan zerstört wurden.

Halte bei Brandung ausreichend Anstand. Bei Weststurm hat die Brandung dort schon Leute ins Meer gerissen. Wenn die Sonne scheint hat man dort ein Licht wie auf Skagen (Nordspitze Jütlands). Genieße die Sicht auf Skúvanøs und auf die herabgestürzten Felsen. Bei stürmischem Wetter ist es ein Erlebnis, die Wasserläufe oben auf Skúvanøs wie hohe Wasserstrahlen zu sehen.                                                                              

Dort wo der asphaltierte Weg auf die Küste trifft, biegt er nach links (nach Süden) ab und geht noch ein kleines Stück weiter. Man kann bis zum Ende dieses Weges gehen und dann auf den Grashügel steigen, der rechts vom Wege liegt. Von dort hat man – vor allem bei sonnigem Wetter - eine schöne Aussicht.

                                               Vágur, 1400 Einwohner

Vágur ist keine Ortschaft, die erst zur Zeit der Landnahme durch die Wikinger entstand. Der Ort ist wahrscheinlich schon vorher besiedelt gewesen. In der Sage heißt es, dass die Wikinger den Vágsfjord als Zwischenstation auf ihren Fahrten nach Island und nach Grönland benutzt haben. Vágur wird im „Hundabræv“ (geschrieben ca.1350-1400) als eine Ortschaft erwähnt, in der mehrere Hundehalter wohnen. Für das Jahr 1584 erwähnen die Jahr- und Tingbücher der Färöer 17 Einwohner in  Vágur, für 1769 werden 64 Einwohner genannt.   Jens Christian Svabo erwähnt in seinen „Indberetninger fra en reise i  Færøe 1781 og 1782“ (Berichte von einer

Reise auf den  Färöern 1781 und 1782), dass Vágur sieben Ortsteile (býlingar) besaß: í Toftum, á Skála, á Oyri, í Smillum, við Mysá, við Gjógvará und við Kráir.

1804 kaufte der spätere färöische Nationalheld Nølsoyar Páll (Poul Nolsøe) zusammen mit Jacob Jacobsen (Jákup í Toftum), Peter Larsen (Perí Gjørðum) und seinen Brüdern auf einer Auktion in Hvalba das englische Schiffswrack „Sally & Polly“. Er ließ das Wrack mit Ruderbooten in den Vágsfjord schleppen und es auf einem Platz am Fjordufer, der „Fløtan fríða“ heißt, wieder herrichten. Das neue Schiff, das 45 Fuß lang war, erhielt den Namen „Royndin Fríða“ (Schöner Versuch). Es war wahrscheinlich das erste färöische Schiff seit die Pest 1349 auf den Färöern wütete. Nólsoyar-Páll war mit diesem Schiff der erste Färinger, der das dänische Monopol für die Hochseeschiffahrt zu den Färöern herausforderte.                                                                                       

1860 gründete Jákup Dahl seine Handelsfirma, die sich schnell zu einem der größten Handelshäuser der Färöer entwickelte und der später eine Reederei angeschlossen wurde. 1862 baute William Askham auf Marknoyri bei Vágur ein Packhaus. Er kaufte von britischen Kuttern Fisch, den er zu Klippfisch für den Export verarbeiten ließ. Seit 1870 war Vágur einer der Haupthäfen für die umfangreiche Hochseefischerei vor Island und Grönland und eine der sich am schnellsten entwickelnden Gemeinden auf den Färöern.

Vágur, die zweitgrößte Ortschaft auf Suðuroy, hat einen gut ausgebauten Naturhafen und eine große moderne Fischereiflotte. In früheren Zeiten nutzte man den Umstand, dass das Westende des Vágsfjords nicht weit von der Westküste entfernt liegt, dazu aus, dass man die Ruderboote, je nach Strömungsrichtung und Wetterlage, entweder im Vágsfjord oder in dem kleinen Hafen von Vágseiði an der Westküste zu Wasser ließ.

Vom Südufer des Vágsfjords kann man am besten sehen, wie schön der Ort gelegen ist. Es empfiehlt sich, die Kirche zu  besichtigen, die 1930 erbaut wurde, nachdem man die alte Holzkirche (geweiht am 16.11.1862) abgerissen und nach Hov gebracht hatte. Die jetzige Kirche in Vágur ist aus Beton gebaut und übrigens die einzige Votivkirche der Färöer, d.h., dass ein großer Teil ihrer Inneneinrichtung aus Anlass der Heilung von Krankheit, überstandenem Kindbett, Rettung aus Seenot und ähnlichen Ereignissen geschenkt worden ist. Eine Sage erzählt, dass die älteste Kirche Vágurs, vermutlich eine Stabkirche, um 1040 von Norwegen her, auf See treibend,  gekommen sei. Eine reiche Witwe habe die Kirche als Votivgabe ins Wasser setzen lassen. Dort, wo die zusammengebundenen Bauhölzer an Land getrieben waren, errichtete man die Kirche. In der Kirche von Vágur wurde zum ersten  Mal auf den Färöern Luthers Lehre gepredigt. Deswegen wird die Kirche in Vágur immer als eine der heiligsten auf den Färöern gelten.

Ungefähr 200 m westlich der Kirche liegen an der Hauptstraße mehrere interessante kleine Läden nebeneinander. Das Geschäft „Heimavirki“ verkauft Waren, die von Einhei-mischen hergestellt wurden, ferner färöische Wollwaren, färöischen Silberschmuck, Bücher, Papier- und Büroartikel und es fungiert auch als örtliche Apotheke. Nebenan gibt es ein kombiniertes Uhrmacher-, Optiker- und Silberwarengeschäft, außerdem ein Ge-schäft für Farben und Haushaltsgegenstände, wo man auch Gerätschaften für Jagd, Fischerei und Schafzucht kaufen kann. Ab und zu werden dort die Pokale ausgestellt, welche der örtliche Ruderbootsverein gewonnen hat. Unmittelbar gegenüber von diesen drei Geschäften liegt ein Antiquitätengeschäft mit maßvollen Preisen. Der Inhaber ver-kauft auch färöischen Schmuck und färöische Silberknöpfe aus eigener Herstellung. Wenn man die Straße weiter in westlicher Richtung hinuntergeht, findet man ein

Schuhgeschäft, drei Textilgeschäfte, drei Supermärkte, ein Elektrowarengeschäft, zwei Banken, zwei Bäckereien (mit einer Kuchenqualität wie in Dänemark in den 50er Jahren) und ein Haushaltswarengeschäft. Nördlich der Hauptstraße liegen eine Pizzeria und ein Geschenkartikelladen. Unmittelbar an der Hauptstraße, auf der südlichen Seite, liegt das Restaurant Bakkin (gute Ochsensteaks). Das Restaurant ist gleichzeitig Schankstube, wo man Spirituosen, Bier und Wein zu maßvollen Preisen (für färöische Verhältnisse) erhält. Mit dem Restaurant ist auch ein kleines Hotel verbunden, in dem man gut und nicht zu teuer übernachten kann. In Vágur gibt es ferner zwei Tankstellen und ein Radio- und Fernsehgeschäft. Gegenüber der Touristeninformation (auf der Südseite der Hauptstraße) unterhält die örtliche Wollwarenfabrik einen Laden für Wollwaren in modernem Design aus eigener Herstellung. In der Touristeninformation kann man sich erkundigen, welche geführten Ausflüge auf der Südinsel stattfinden.

Eine der begabtesten Künstlerinnen der Färöer war die in Vágur geborene Ruth Smith (1913-1958). Nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie in Kopenhagen ließ sie sich in dem kleinen Ort Nes, zwei km östlich von Vágur, nieder. Sie ertrank 1958 beim Schwimmen im Vágsfjord. Ihre Selbstportraits gehören zu den besten, die im Norden entstanden sind. Man sollte sich in der Touristeninformation erkundigen, wann die Ruth-Smith-Sammlung in der ersten Etage besichtigt werden kann.

Sehenswert sind die vielen alten Bootshäuser rund um den Fjord. Vágur besitzt als einziger färöischer Ort noch alte färöische Ruderboote. Das älteste, das von 1870 stammt, wird noch immer für Wettrudern und Grindwalfang benutzt.

Zusammen mit Tvøroyri gehörte Vágur zu den ersten färöischen Ortschaften, von wo aus ab 1870 Hochseefischerei betrieben wurde. Dadurch erhielten Färinger, die kein Land besaßen, die Möglichkeit, sich außerhalb der Landwirtschaft ein neues Leben aufzubauen. Auch die Verarbeitung der gefangenen Fische zu Klippfisch schuf viele neue Arbeitsplätze, vor allem für Frauen. Dadurch wuchs die Einwohnerzahl von Orten wie Vágur im 19. Jahrhundert schnell an.          

Es lohnt sich, den lebhaften Fischereihafen von Vágur zu besichtigen. Wenn man freundlich zu den einheimischen Fischern ist, kann es durchaus vorkommen, dass man einen färöischen Qualitätsfisch für das Mittagessen mit nach Hause nehmen kann.

Neben den modernen Fischtrawlern liegt der Kutter (Slup) „Johanna TG 326“ am Pier. Die Slup wurde1884 in England gebaut. Die „Johanna“ trug bis ungefähr 1900 zusam-men mit anderen Schiffen des gleichen Typs dazu bei, die Lebensbedingungen für die einfachen Leute auf den Färöern zu verbessern. Der Kaufmann Jákup Dahl aus Vágur konnte das Schiff in England zu einem günstigen Preis kaufen, da man dort dazu überging, für die Hochseefischerei dampfgetriebene Kutter einzusetzen. Die Mannschaft der „Johanna“ bestand aus Einheimischen, die ihre ersten Erfahrungen auf shet-ländischen Fischkuttern gesammelt hatten. Die „Johanna“ segelte von 1894 ab von Vágur aus mit einer Besatzung von zehn Mann auf zehnmonatigen Fischfangfahrten bis Island und Grönland. Im zweiten Weltkrieg beteiligte sich die „Johanna“ wie viele andere färöische Schiffe an der einträglichen aber auch gefahrvollen Aufgabe (130 färöische Seeleute verloren damals ihr Leben), tiefgefrorenen Fisch von Island nach Schottland zu transportieren. Die „Johanna“ blieb als einer der letzten Kutter erhalten. Ein örtlicher Verein rettete das Schiff vor dem Abwracken, und seit 1990 dient es u.a. für Segelausflüge mit Touristen. Man kann sich in der Touristeninformation danach erkundigen, wann  solche Ausflüge stattfinden.

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A1gur      http://www.psp-info.dk/faroe/VAGUR.HTM

                            Das Kiefernwäldchen (Plantage)      Karte 502 Vágur

nordwestlich der Kirche von Vágur ist ein Erlebnis, besonders wenn die Sonne über Vágseiði und dem Atlantik im Westen untergeht. Es lohnt sich, einen Picknickbehälter mitzunehmen.

 

                                               Fámara       Karte 402 Fámara

Fahre auf dem Fahrweg von Vágur zum Kiefernwäldchen (Plantage) hinauf und dann nach links, bis der Weg sich verzweigt. Nach rechts führt der Fahrweg in nördlicher

Richtung bis zum Wasserkraftwerk „í Botni“. Von der Plantage an ist der Weg teilweise sehr schlecht, hat Schlaglöcher und Abschnitte mit Schotter.

Wem das Fahren zu mühsam ist, der sollte den Wagen parken (ohne Verkehrsbehinderung) und zu Fuß weitergehen. Man kann  auch den ganzen Weg  von Vágur aus gehen. Die linke Abzweigung führt zu dem verlassenen Hof „í Fámara“. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist und zum Hof hinunter möchte, ist es ratsam, den Wagen zu parken, sobald man weiter unten den Hof sieht, und den Rest des Weges zu Fuß zu gehen.  Auf den letzen hundert Metern bis zum Hof ist der Weg sehr abschüssig und mit großen Schottersteinen bedeckt.  Folge der Schlucht am Vogelfelsen und gehe westwärts über die Wiesenfläche bis zum Meer. Halte ausreichend Abstand zum Abgrund. Im Sommer kann man von dort oft 100 bis 150 Seehunde beobachten, die sich bei ruhigem Wetter auf den flachen Schären sonnen. Dafür lohnt sich ein  Fernglas.

Man kann die Wanderung verlängern, indem man von Fámara aus der Küste in südlicher Richtung bis Vágseiði folgt. Das Gelände an der Küste ist dort sehr steil. Den Abstieg zum Vágseiði sollte man deshalb etwas landeinwärts (nach Osten zu) über den Gjügvaráfjall, 343 M.,  wählen. Der auch dann noch steile Abstieg geht über die „Hamrar“ (Felsvorsprünge), ist aber machbar. Diese Wanderung ist mittelschwer.

                                                                        Wanderung nach Botni      Karte 502 Vágur

Ausgangspunkt ist das Kiefernwäldchen (Plantage). Gehe auf dem Fahrweg an der Plantage nach Westen, bis der Weg sich verzweigt. Halte Dich dort rechts und gehe weiter bis zu dem Serpentinenweg, der nach links zum Kraftwerk „í Botni“ hinunter führt. Dieses Kraftwerk, das 1920 gebaut wurde, war das erste Wasserkraftwerk der Färöer. Es lieferte u.a. Strom für die Produktion von Klippfisch durch künstliche Trocknung. Das Kraftwerk wurde später in mehreren Abschnitten ausgebaut.

Unterhalb des Kraftwerks kann man die kräftige Brandung an der Westküste beobachten. Gehe oder fahre den Serpentinenweg vom Kraftwerk hinauf, bis er wieder auf den Weg stößt, der parallel zur Küstenlinie verläuft. Fahre dort nach links, in nördlicher Richtung, bis der Weg endet, und parke dort. Folge dann der Küste, soweit wie möglich, nach Norden. Vorsicht, denn das Gelände dort fällt steil zum Meer ab.

Die Umgebung ist sehr schön. Es gibt kleine Hügel, die Windschutz bieten, und kleine, aber schöne Vogelfelsen. Der Parkplatz am Ende des Fahrweges, an den obersten Zuleitungsrohren für das Wasserkraftwerk,  ist ein guter Ausgangspunkt für eine Wanderung entlang des alten „Steinmännerpfades“ nach Fámjin oder auf den Gipfel des Borgarknappur, 574 m.

                           Mittelschwere Wanderung zum Borgarknappur, drei Stunden , Karte 502 Vágur

Für diese Wanderung ist die Karte (Messtischblatt 502) sehr wichtig

Ausgangspunkt ist das Nordende des Fahrwegs oberhalb  des Wasserkraftwerks „Í Botni“. Folge dem leichtesten Weg östlich um die großen Binnengewässer. Er führt im wesentlichen entlang der Hochspannungsleitung in nord-nordöstlicher Richtung. Bei nassem Wetter ist das Gelände östlich der beiden kleineren Seen jedoch morastig. Gehe ca. 200 m südlich des Berges auf den Berggrat hinauf und folge ihm in nördlicher Richtung bis zum Gipfel des Borgarknappur mit seiner markanten Spitze, 574 m. Auf dem Gipfel kann es sehr windig sein. Er fällt nach Norden und Osten steil ab, deshalb Vorsicht.

Eine andere Möglichkeit, zum Borgarknappur zu gelangen, ist, westlich an dem tiefer gelegenen und größten der drei Seen, dem Ryskivatn, vorbeizugehen und sich dann nach Osten zu wenden, so dass man den Weg zwischen den beiden kleineren und höher gelegenen Seen hindurch wählt. Dieser Weg ist zwar steiler, aber auch trockener.

 

                                                      Porkeri       Karte 502 Vágur

Die Sage berichtet, dass die ersten Menschen, die sich an dem Ort  niederließen, der jetzt Porkeri heißt, eine Steinmauer um ein Stück Land errichteten und dieses bebauten. Bei dieser Arbeit fand man in der Erde kleine Knochen von Schweinefüßen („purka“, pl. „purkur“, fär.[veraltet] für „Schwein“).  Daher erhielt die Ortschaft den Namen „Purku-gerði“,  d.h. „umfriedetes Grundstück für Schweine“, woraus später Porkeri wurde. Eine andere Sage berichtet, ein Wikingerhäuptling aus Hov habe an diesem Ort Schweine gehalten.

In der Umgebung von Porkeri gibt es viele Ruinen, die auf eine Besiedelung in den Jahren 600-700 hindeuten können. Möglicherweise haben einst irische Mönche dort gewohnt. 2002 haben Archäologen neben der Kirche Hinweise für eine Wikingersiedlung gefunden. Weitere Ausgrabungen sind geplant.

Die erste schriftliche Erwähnung Porkeris findet sich im sogen. „Hundabræv“ des „Kongsbók“ (Königsbuch) von ca. 1350, wo ein örtlicher Hundebesitzer erwähnt wird. Man nimmt an, dass es bis zur neueren Zeit in der Gegend nur wenige Steinhäuser mit Grasdach gab. Einzigartig für die Färöer ist, dass sich in Porkeri zwei Steinhäuser aus dem 16. Jahrhundert erhalten haben. Neben  den beiden steht ein drittes aus dem 19. Jahrhundert, das zur Zeit restauriert wird. Wenn alle drei Häuser wiederher-gestellt sind, werden sie für die Färöer eine Attraktion sein.                                      

1801 lebten in der Ortschaft 95 Einwohner in 16 Häusern. 1950 hatte der Ort 461 Einwohner und 2002 lebten ca. 400 Einwohner in Porkeri. Das heutige Porkeri besteht vor allem aus Häusern, die in dem Zeitraum von ca. 1890 bis heute entstanden sind. Vor allem in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden rings um den alten Ortskern viele neue Häuser gebaut.

Die meisten Familien lebten von den  Erträgen des Meeres, vor allem von der Fischerei mit Ruderbooten, vom Vogelfang, Grindwalfang und vom Torftransport. Die Torfboote wurden oft überladen. Noch 1952 verunglückte ein überladenes Torfboot bei ruhiger See. Alle vier Mann an Bord ertranken. Viele Fischer und Seeleute aus Porkeri sind im Laufe der Zeiten auf See geblieben. Oberhalb des Ortes erinnert ein Denkmal an sie.

Porkeri wurde dafür bekannt, dass seine Männer seit ungefähr 1880 mit Schonern und Kuttern auf Fischfahrt nach Island, Grönland und Neu-Fundland fuhren. Entweder fuhren sie auf eigenen Schiffen oder als Fischer und Steuermänner auf fremden. Das brachte so gute Erträge, dass viele sich ein eigenes Haus bauen konnten.  Noch immer kann man die einheitlich gebauten „Skipperhäuser“ sehen, die in einer langen Reihe vom Hafen bis zum Zentrum des Ortes stehen. Alle wurden zwischen 1900 und 1935 gebaut. Die Häuser sind unterschiedlich angestrichen, wodurch ein malerisches Bild entsteht.

Das heutige Porkeri ist zum Teil immer noch ein Seefahrerort. Viele Nachkommen der tüchtigen Fischer, Steuermänner und Skipper haben noch die gleichen Aufgaben, jedoch nun in der modernen Fischerei- und Handelsflotte, und sie sind heute wie damals wegen guter Moral und beruflicher Tüchtigkeit bekannt und geachtet. Ein Teil der heutigen Einwohner verdient seinen Lebensunterhalt mit Dorschfischerei und der Verarbeitung von Dorsch und Fjordlachs.

Die Ortschaft galt als einer der besten Orte für Getreideanbau. Bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts besaßen die meisten Familien eine Kuh. Da die Färöer inzwischen in  Tórshavn eine Molkerei bekommen hatten, gab man die Kuhhaltung auf und hielt seit den 60er Jahren nur noch Schafe, vor allem für den eigenen Bedarf.

Im August herrscht im Ort eine ganz besondere Stimmung. Alle sind mit der Heuernte in der Innenmark beschäftigt, vom Hütehund und dem Baby im Kinderwagen  bis zur „Omma“ (Oma) und zum „Abbi“ (Opa). Man sollte sich in dieser Zeit etwas länger im Ort aufhalten.

Die hübsche Kirche von Porkeri wurde 1847 im traditionellen färöischen Stil erbaut. Auch der Innenraum ist sehenswert. Wenn die Kirchentüre abgeschlossen ist, wende man sich an den Kaufmann oder an die Passanten.

Die erste Schule des Ortes wurde 1888 errichtet. Vorher wurden die Kinder privat unterrichtet. Von 1897 bis 1903 bestand in dem Schulgebäude auch eine Navigationsschule mit Abendunterricht. Der Schullehrer Dánjal Ungagarði unterrichtete sowohl die Schulkinder als auch an die angehenden Steuermänner. Jetzt, 2004, wird die Schule gerade restauriert, und ihr Inneres erhält wieder das Aussehen von 1900. Wenn die Restaurierung abgeschlossen ist, sollen alle Räume außer der alten Schulstube als Ortsmuseum genutzt werden.

Die neue Schule, die 1984 errichtet wurde, ist im modernen färöischen Stil mit Grasdach erbaut. Eventuell kann man einen Lehrer bitten, einem die Schule zu zeigen. Nach dem Abschluss der 7. Klasse müssen die Schüler aus Porkeri die Fólkaskúli (Volksschule) in Vagur besuchen. In Vágur befindet sich auch das Gymnasium für Suðuroy.

Porkerei besitzt, entsprechend seiner Einwohnerzahl,  einige Geschäfte., z.B. eine Bäckerei mit erstklassigem Kuchen wie in der „guten alten Zeit“, einen Supermarkt mit Kolonialwaren, Haushaltsgeräten und Manufakturwaren. Zu empfehlen ist auch ein Besuch beim örtlichen Herren- und Damenfriseur, wenn man nach einem Qualitäts-Haarschnitt oder einem anderen Haarstyling zu angemessenen Preisen sucht, wobei man eine eindrucksvolle Aussicht genießen kann.

Porkeri gilt als eine der schönsten Ortschaften der Färöer. Die Umgebung bietet eine schöne Natur mit vielen Möglichkeiten für Wanderer, Sportfischer, Vogelfreunde, historisch Interessierte und solche, die einfach  nur Entspannung suchen

 http://de.wikipedia.org/wiki/Porkeri     http://www.psp-info.dk/faroe/PORKERI.HTM

             Der Höhenrücken Kambur nördlich von Porkeri         Karte 502 Vágur

Folge dem Weg, der nach Osten aus dem höher gelegen Teil des Ortes hinausführt. Der Weg macht an seinem Ostende eine Kehre und führt in westlicher Richtung

allmählich.  bergauf. Steige unterhalb des Fernsehmastes durch die Außenmark bis zum Hochplateau des Kambur hinauf. Dieser Weg ist steil, und man muss dabei einige Schafszäune überwinden

Eine andere, viel leichtere, Möglichkeit ist, mit dem Auto auf der Landstraße oberhalb von Porkeri in Richtung Tvøroyri zu fahren. Parke ca. 300 m nach dem Steinbruch an der Linkskurve rechts von der Landstraße und gehe in östlicher Richtung über den Felsvorsprung bei dem Mast auf den Kambur hinauf. Gehe entlang der Schafspfade auf der Südseite des Kambur nach Osten und auf der Nordseite zurück. Vom Kambur hat man bei klarem Wetter eine schöne Aussicht auf die beiden Fjorde, den Vágsfjord und den Hovsfjord,  und auf den östlichen Atlantik, auf das Tal von Hov mit seinen markanten Bergen, auf  die Inseln Stóra und Lítla Dímun und auf die Ostküste der Färöer bis nach Svínoy hinauf. Am Leuchtturm kann man eine Rast einlegen und das Vogelleben an dem kleinen Vogelfelsen beobachten.

Ein sehr schöner Rastplatz ist auch das nordöstliche Ende des Kambur-Plateaus. Von dort hat man einen sehr guten Blick nach Norden und kann unmittelbar auf die Brandung hinuntersehen. Wen es reizt, der kann dort zwischen den großen Steinen am Ufer herumklettern.

                                                                                     Hovshülmur

Diesen Ausflug sollte man möglichst vormittags, bei schönem Wetter, unternehmen,

wenn der Hovshülmur im Sonnenlicht liegt.

Fahre auf der Landstraße von Porkeri in Richtung Norden und parke ca. 400 m nach dem Steinbruch an der Linkskurve rechts von der Landstraße. Gehe von dort in Richtung Hovshólmur. Dabei stößt man auf viele Schafszäune aus Draht. Unterwegs sieht man überall riesige moosbewachsene Steine. Suche den leichtesten Abstieg zum  Strand und gehe zu den alten Wetterschutzwällen für die Schafe und den Resten des alten Bootshauses.

Der Weg hinunter kann bei bei nassem Wetter sehr feucht sein.

In früheren Zeiten, als es noch keine Motorboote gab, benutzten die Einwohner von Porkeri den Ort als Nothafen, wenn es unmöglich war, mit dem Ruderboot nach Porkeri hineinzukommen. Früher war der Ort im  Sommer auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Einwohner von Porkeri.

                                                                                 Wanderung am Fluss

Gehe von Porkeri am Fluss entlang in westlicher Richtung oder fahre zur Landstraße hinauf und dann auf dem nächsten Feldweg am Fluss in westlicher Richtung. Bei ruhigem, sonnigem Wetter ist es eine schöne Wanderung, die an mehreren kleinen Wasserfällen und Seen entlangführt.                                                                                   

Wanderungen nach eigenem Ermessen in dem weiten Gebiet westlich von Hov und Porkeri sind sehr empfehlenswert. Im Mai und Juni brüten dort viele Vögel. Deshalb sollte man darauf achten, wo man hintritt.

                                                               Hov  1925: 172 Einwohner,  2004: 125 Einwohner

Wenn man den Sagen glauben darf, wohnten vor der Ankunft der Wikinger  in Hov und in einigen anderen Orten auf den Färöern Einsiedler (irische Mönche). In der Gegend von Hov und Porkeri gibt es viele keltische Ortsnamen und früher bebaute Stätten, die von diesen irischen Mönchen stammen können. Eine Sage aus Suðuroy berichtet, dass vor der Landnahme durch die Wikinger einige Männer dort angekommen seien, die der Erzähler der Sage als heilige Männer ansah, denn sie

konnten Zeichen und Wunder tun, bei Mensch und Vieh Wunden und Krankheiten heilen, und sie konnten voraussagen, ob das Jahr gut oder schlecht werden würde, ob der Fischfang ertragreich sein würde und ob die Menschen gesund sein würden.

Sie lebten abgeschieden von anderen Menschen. Ihre Speise war Milch, Eier, Wurzeln und Tang. Sie hatten zahme Ziegen, die ihnen Milch gaben. Aber sie töteten keine Kreatur und vergossen kein Blut. Das einzige, das sie als Geschenk oder Gegenleistung für ihre Heilkunst annahmen, war ungesäuertes Brot und getrockneter Fisch. Da sich die Wikinger bei ihrer Ankunft gewalttätig aufführten, flohen die Mönche (siehe die Beschreibung von Víkarbyrgi).

Man nimmt an, dass das Wort Hov ursprünglich ein heidnisches Gotteshaus oder einen Tempel bezeichnete. Später verstand man darunter einen Bauernhof. Hov ist möglicherweise eine der ersten dauerhaften Ansiedlungen auf den Färöern gewesen. Der Ort war ursprünglich ein Opferplatz aus der Wikingerzeit. Die Landnahme der Wikinger (Auswanderung und Ansiedlung) wurde gewöhnlich von einem Häuptling geleitet.

In der Färingersaga heißt es, dass der mächtige Häuptling Havgrímur seinen Hof bei Hofi (heute Hov) hatte. Im 10. Jahrhundert muss dieser Hof der Haupthof auf Suðuroy gewesen sein. Viele mächtige Männer , die an der Landnahme beteiligt waren, haben ihr eigenes heidnisches Götterhaus gehabt. Etwas nordöstlich der heutigen Kirche, in der Nähe des Strandes, hat man Ruinenreste gefunden, die man für die Überreste eines heidnischen Götterhauses hält. Bei den  eingewanderten „Nordmännern“ leitete der Häuptling selbst das Opferritual bzw. den Gottesdienst. In dieser Funktion trug er den Beinamen „Goði“ (altnord. = Gottesmann, Priester). Die anderen Ansiedler in der Gegend, die kein eigenes Götterhaus besaßen, schlossen sich ihm an, und auf diese Weise entstand eine Gemeinde. Der „Goði“ besaß also nicht nur religiöse, sondern auch politische Autorität.

Eine andere lokale Sage berichtet, dass der Häuptling Havgrímur die heutigen Ortschaften Hov, Porkeri, Nes und Fámjin besaß. Die drei letztgenannten Ortschaften sollen also Aussiedlerorte von Hov gewesen sein.

Man kann Havgrímurs Grab besuchen. Es liegt ungefähr 120 m über dem Meeresspiegel am oberen Rand der Innenmark, nordöstlich der Kirche. Man fährt mit dem Auto von Hof auf der Landstraße in Richtung Tvøroyri und biegt auf den nach rechts abzweigenden Hangweg ab. Ungefähr auf halbem Wege hält man an. Das Grab liegt dort links vom Weg und ist mit zwei Steinen markiert. Der dänische Amtmann auf den Färöern, Christian Pløyen, ließ 1834 (oder 1835) das Grab durch den Königsbauern Ole Mortensen aus Hov ausgraben. Wie Ole Mortensen berichtete, besteht die Steinsetzung des Grabes aus Steinen vom Strand, die also von dort 120 m höher transportiert wurden. Unterhalb der Steinsetzung fand man einige Eisentücke, Knochen und einen Wetzstein. Die Grabung wurde unsachgemäß durchgeführt und die Fundstücke gingen später verloren. Deshalb ist eine genaue Beschreibung und Datierung des Grabes nicht mehr möglich. Trotzdem sprechen die Umstände dafür, dass es sich hier um ein  Wikingergrab handelt.

Leivur Øssursson ließ den heidnischen Tempel seines Großvaters Havgrímur in eine Kirche umwandeln. Er war mit Tóra Sigmundardóttir verheiratet, der Tochter von Sigmundur Brestisson, der um das Jahr 1000 im Auftrag des norwegischen Königs Ólavur Trygvason das Christentum auf den Färöern einführte.  Man nimmt an, dass die erste Kirche von Hov neben dem alten Kirchhof gestanden hat. Nach der Reformation wurde das Kirchengebäude in eine andere Ortschaft  verlegt. Seither hat

es in Hov keine Kirche mehr gegeben, bis die alte Holzkirche aus Vágur (siehe dort) in Hov wieder aufgebaut und am 14. März 1943 geweiht wurde.

Seit der Wikingerzeit gab es in Hov einen Landeplatz für Boote. Der neue Hafen, der 1936-1940 gebaut wurde, bedeutete für die Ortschaft einen großen Fortschritt. Nun konnte man während des ganzen Jahres auf See hinausfahren. Davor war man auf kleinere Boote angewiesen und musste untätig zuschauen, wenn die Nachbarorte, die bereits gute Häfen und größere Boote besaßen, mit großen Fischfängen nach Hause kamen.

Die erste Schule wurde 1888 erbaut und wurde bis 1983 benutzt. Seit 1983 besitzt Hov ein modernes Schulgebäude.

1862 wurde das erste Ladengeschäft in Hov eröffnet. Später bestanden in Hov drei Läden, von denen nur noch einer übrig geblieben ist.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Hov     http://www.psp-info.dk/faroe/HOV.HTM

                   Berg- und Fjordwanderung bei Hov  1 Stunde,  leicht

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Kirche. Um sie zu besichtigen, muss man nach dem Schlüssel fragen. Gehe die Dorfstraße in östlicher Richtung. Auf der rechten Seite am Ende der Ortschaft liegt der alte Kirchhof. Man nimmt an, dass die erste Kirche Hovs dort gestanden hat. Gehe weiter an den markanten Felsen entlang.

                   Havgrímurs Grab und die Basaltsäulen    1 Stunde,  leicht

Entweder geht man auf der Landstraße bei Hov in Richtung Tvøroyri bis zu dem obersten Hangweg nördlich von Hov oder man geht von der Kirche in Hov in nördlicher Richtung über die Wiesen bis zum Hangweg hinauf. Das Häuptlingsgrab liegt oberhalb des Hangwegs,  am oberen Ende der kultivierten Innenmark, von  der Kirche in Hov aus gesehen in etwas nordwestlicher Richtung. Am Hangweg steht ein Hinweisschild zum Häuptlingsgrab.                                                                                  

Gehe von dort auf dem leichtesten Weg in nördlicher Richtung bis zur Landstraße hinauf und gehe dort noch etwas in nordöstlicher Richtung weiter. Parallel zur Landstraße stehen auf der Nordseite sehr schöne Basaltsäulen. Die auffälligsten heißen „Die Schürze des Trollweibs“. Man sollte dabei auch auf den Straßenverkehr achten.

                    Bergwanderung entlang  der Nordseite des Hovfjords  1 Stunde,  leicht

Fahre auf der Landstraße bei Hov in  Richtung Tvøroyri, an den Basaltsäulen linkerhand vorbei, bis zu dem Punkt, wo die Straße eine Kurve nach Norden macht. Parke dort den Wagen links von der Straße. Gehe in östlicher Richtung an dem Abgrund auf der südlichen Seite des Gebirgsrückens entlang. Wirf ab und zu einen Blick auf die Basaltformationen und auf den tiefblauen Hovfjord und das südliche Suðuroy. Nimm den Rückweg evtl. über das Halgafjall  mit der markanter Spitze des Túgvan, 400 m, Der Aufstieg ist leicht. Sieh dir auf der Westseite des Felsens die Namen und Muster an, die Besucher im Laufe der Jahre aus Stein gemacht haben. Beachte auf dem Rückweg die großen Flächen  mit grünem Moos.

 

                                                                                             Øravík

Kleine idyllische Ortschaft. Ein Gang von ca. 10 Minuten in westlicher Richtung führt zum Tingplatz der Insel, „Uppi millum stovur“, bei Stóragil. Die Lage des Ortes auf der Mitte der Insel Suðuroy machte ihn zu einem natürlichen Versammlungsort, wenn man in früheren Zeiten strittige Angelegenheiten lösen wollte, und wenn über neue Gesetze aus Tórshavn informiert werden sollte. Die Tingmänner schlugen ihre Zelte auf der Halbinsel westlich vom Tjaldavíksholm auf, weil die Tingversammlungen mehrere Tage dauern konte.

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